Sterne, Planeten, Galaxien beobachten ....

Brauche ich ein Fernrohr, zum Sterne beobachten?

Der Himmel ist groß und unermesslich weit. Bei klarem Himmel sind unendlich viele Sterne, Sternhaufen, Nebel und Galaxien zu sehen. Aber es ist gar nicht so leicht all diese schönen Objekte mit einem Fernrohr zu entdecken.

Fernrohre haben eine sehr hohe Vergrößerung und damit haben sie auch ein kleines Sichtfeld. Dies bedeutet, dass ihr nur einen winzigen Ausschnitt aus dem riesigen Himmelszelt sehen könnt; und gar nicht erkennt, wo dieser Ausschnitt am Himmel zu finden ist. Die Suche nach dem Gasriesen Jupiter, dem schönen Ringplanet Saturn und anderen herrlichen Himmelsobjekten, ist daher ziemlich schwierig.

Astronomische Fernrohre zeigen den Himmel meist seitenverkehrt und auf kopfüber. Am Himmel gibt es kein "Oben" und "Unten"; deshalb verzichtet man in der Astronomie auf eine weitere Linse oder einen weiteren Spiegel, die den Himmel "richtig" aber auch lichtschwächer zeigen würden. Es erfordert schon einige Übung ein Teleskop, das alles kopfüber und seitenverkehrt zeigt, zu bedienen.

Ein Fernglas ist dagegen viel leichter zu bedienen. Das Fernglas hat ein sehr großes Gesichtsfeld, lässt sich leicht auf interessante Objekte ausrichten und ihr werdet mit ihm Jupiter, die Andromedagalaxie und vieles mehr, spielend leicht finden.

"Stern-" Checkliste

Im Keller geht es nicht - auch Wolken helfen nicht weiter. In der Stadt geht es vielleicht; aber dazu muss die Luft schon recht klar sein; und dann könnt ihr nur die hellsten von ihnen entdecken.

Licht, Licht, Licht ....

Wenn die Straßenbeleuchtung zu hell ist, könnt ihr die Sterne auch vergessen. Am besten betrachtet ihr die Sterne außerhalb der Stadt, wo keine Lichter den Nachthimmel ausleuchten. Fragt am besten eure Eltern, dass sie euch begleiten. Auch im Urlaub gibt es oft Gelegenheiten für einen herrlichen Himmelsausflug.

Um Tiere in der Wildnis zu beobachten, muss man sehr still sein; um Sterne Nebel und Galaxien zu beobachten, muss es sehr dunkel sein. Jedes Straßenlicht "verscheucht" die Sterne. Und wenn es richtig dunkel ist, werdet ihr entdecken, dass ihr von Minute zu Minute mehr Sterne sehen könnt. Nach etwa 20 Minuten sind eure Pupillen am weitesten geöffnet und ihr könnt die meisten Himmelsobjekte entdecken. Aber schon ein kurzer Blick in ein helles Licht schließt eure Pupillen und ihr müsst wieder 20 Minuten warten. Anders ist es, wenn das Licht rot ist, dann bleiben eure Pupillen weit geöffnet.

Wenn ihr in der Dunkelheit in einer Sternkarte oder einem Buch nachsehen wollt, so verwendet eine Taschenlampe, deren Scheinwerfer mit einem rotem Zellophan oder einem roten Transparentpapier umwickelt ist.

Schal und Mütze

Wenn die Luft klar ist, und sich ein herrlicher Nachthimmel über euren Köpfen aufspannt, kann es schon es sehr kalt werden; zieht euch deshalb warm an.

Fernglas

Falls eure Eltern ein Fernglas haben, so leiht es euch aus. Denn mit einem Fernglas sieht man viel mehr Sterne als mit dem bloßen Auge; auch Himmelsnebel, Sternhaufen und Galaxien lassen sich entdecken.

Sternkarte - gewusst wo...

Wo ist der Himmelsriese Orion, wo der Löwe oder die Königstochter Andromeda? Damit man sich am Himmel zurecht findet gibt es Himmelsatlanten, sog. Sternkarten. Besonders praktisch sind drehbare Sternkarten.

Jahresbücher

Die Planeten sind in einer Sternkarte jedoch nicht eingezeichnet. Die Positionen unserer Nachbarn im Sonnensystem sind Tag für Tag, Woche für Woche unterschiedlich und können nicht in Sternkarten eingezeichnet werden. Die Planeten drehen sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, auf unterschiedlichen Bahnen um unsere Heimatsonne. Auch sind ihre Bahnen nicht kreisrund sondern elliptisch. Die Wege der Planten lassen sich somit nur mit viel Aufwand berechnen. Die Ergebnisse dieser Bahnberechnungen und vieles mehr findet ihr in astronomischen Jahrbüchern, wie "Das Himmelsjahr". Wer eine PC hat kann auch ein "Himmelsplanetarium" einsetzen.

Geduld

Beim Sterne Beobachten braucht man Geduld. Oft ist der Himmel nicht klar genug, oft findet ihr den Stern, den Sternhaufen oder die Galaxie nicht sofort. Aber mit etwas Geduld und Übung werdet ihr euch bald recht ordentlich am Himmel zurechtfinden. Und wenn ihr viel Geduld habt, werdet ihr vielleicht auch eine Sternschnuppe entdecken können. Wenn man sich in diesem Augenblick etwas wünscht, so erzählt man sich, dann ginge es auch in Erfüllung - das ist natürlich Unsinn. Am Besten ihr wünscht euch noch eine Sternschnuppe, denn das geht mit großer Wahrscheinlichkeit in Erfüllung.

Eine drehbare Sternkarte - was ist das?

Es gibt Karten für die Erde und Karten für den Himmel. Die Karten für die Erde nennt man Landkarten, die für den Himmel Himmels- oder Sternkarten. Landkarten helfen uns, damit wir uns auf der Erde besser orientieren können. Wir schauen quasi von einem sehr hohen Punkt auf unsere Erde hinab. Sternkarten zeigen den Kosmos über uns; für alle Himmelsrichtungen; für das ganze Jahr. Damit wir uns am Nachthimmel besser zurecht finden können, wird das riesige Meer von Sternen, Sternhaufen, Nebeln und Galaxien in Sternbilder aufgeteilt.

Ihr wisst sicherlich, dass sich die Erde um ihre eigene Achse dreht; und die Erde dreht sich wiederum um die Sonne. Für die Reise um die Sonne benötigt die Erde genau ein Jahr. Während dieser Reise um die Sonne sehen wir nachts immer andere Himmelsregionen.

Mit einer drehbaren Himmelskarte kann man immer genau den Ausschnitt des Sternenhimmels einstellen, der momentan sichtbar ist. Der Ausschnitt ist abhängig vom Datum und von der aktuellen Uhrzeit; und genau dies lässt sich auf einer drehbaren Sternkarte einstellen. Stellt euch vor, ihr liegt auf dem Rücken - die Füße zeigen nach Süden. Über euch seht ihr dann den Himmel, wie das Innere einer Halbkugel. Wenn ihr nun auf die drehbare Sternkarte schaut, so seht ihr genau den selben Himmelsausschnitt.

Es gibt große und kleine, selbstleuchtende und nicht selbstleuchtende drehbare Sternkarten. Die meisten Details könnt ihr auf einer großen Sternkarte erkennen. Zwar erscheinen selbstleuchtende Sternkarten für die Nacht recht sinnvoll zu sein, doch reicht oft die Leuchtkraft nachts nicht aus. Man benötigt ohnehin eine Taschenlampe um Details auf der Karte zu erkennen. Darüber hinaus beinhalten diese Karten auch weniger Details, als ihre nicht leuchtenden Geschwister.

Am besten ihr besucht an einem sternklaren Freitag unsere Sternwarte. Wir erklären euch dann, wie das man mit einer solchen drehbaren Sternkarte umgeht.

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